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4. Die Quarte und die Seelengeste Gescheit

Wir kommen heute zum vierten Ton der Tonleiter, die auch die Quarte genannt wird. Und damit kommen wir zum Handgelenk, das die Hand auf- und abpiekt. Piekt. Und die Eurythmiefigur, die dafür in Beziehung steht, heißt, gescheit. Sogar verflucht, gescheit.
Und jetzt lade ich euch alle ein, mitzumachen. Nehmt den Raum ein, wo er euch wohlfühlt und dann nehmt euch Zeit, als wäre es eine Substanz in eure Hände und führt sie zu eurer Brust, bei euch anzukommen. Benutzt die Sinne, das Weben des Atems, den Rhythmus des Herzens zu spüren und schaut bis nach hinten zu den Schulterblättern. Vielleicht könnt ihr so schauen, dass das Innere sich wahrgenommen fühlt, anfängt, sich auszudehnen, dich leicht zu machen. Und dann lass dieses Leichte und seine Wärme an dir abströmen.
Lies in die Erde. Tief in die Erde und spüre, wie dich das aufrecht und großen Dann lass los. Erarten darf reagieren. Mach einen Schritt. Wiederholen wir die ersten Töne.
Erste die Krim, da fühlen wir das Schlüsselbein wie das Dach 1 Hauses. Oh. Und den Körper wie sein Haus. Bei der Sekunde gehen wir vom Schlüsselbein in den Oberarm, greifen damit ins Geistige, es hervorzubringen und die Hände zeigen, was wir im Oberarm mitgebracht haben. Beim dritten Ton, der Terz, fließen wir vom Schlüsselbein durch den Oberarm bis in den Unterarm, wo wir unseren den Garten unserer Seele durchwandern.
Jetzt beim vierten Ton kommen wir zum Handgelenk. Wo? Zum zum Tor am Ende des Gartens. Tor. Es ist ein erster Stopp auf unserem Weg.
Das Handgelenk ist eine Reihe, 2 Reihen von 8 Knöcheln, die sind quer zum normalen Plus unserer Knochen. Und wenn Du langsam die Hand aufwendest, dann ist das wie ein Zeichen für ein Stopp äußerlich angeschaut. Wenn Du es innerlich erlebst und Du gehst ins Handgelenk und benutz die Rückseite der Hand, zu dir zurückzuschauen. Dann schaust Du dich von dort aus selber an. Schiebe also nicht Energie wie beim Kampfsport durch das Handgelenk nach draußen, ein Ziel zu erreichen, sondern wie wir es vorhin beim Wahrnehmen des Herzraums hatten, gehst genau ähnlich in dein Handgelenk hinein.
Du Und spür so hinein, dass es anfängt, sich wahrgenommen zu fühlen, einen Raum zu bilden, in dem Du Platz nehmen kannst, von dort in Ruhe zu dir zurückzuschauen. Ich bin in meinem Haus. Ich geh aus der Tür. Ich geh durch den Garten. Ich komm ans Tor und schaue zu mir zurück.
Was fühlst Du, wenn Du dich auf diese Weise anschaust? Da ist ein kleines Haus in einem großen Garten. Du fühlst dich klein, aber Du kannst auch wachsen, dich ausdehnen, dich entwickeln. Versuch, diesen Menschen zu spüren, zu sehen. Und frage dich, bin ich schon bereit, den nächsten Schritt zu machen aus den Garten zum nächsten Ton?
Oder will ich bei mir bleiben, bei dem, den ich sehe? Vielleicht bist Du ja auch ganz zufrieden, mit was Du hast, mit deinem Garten, mit dir selber. Und so klein bist Du ja gar nicht. Wenn das geschieht, dass wenn der Court bleiben wollen, entsteht diese Autonomiefigur gescheit. Strecke die rechte Hand aus und dann drehe das Handgelenk wie eine Schraube, sodass sich der Finger spitzt und führe dir das vor die Brust und verstärke damit deine zentrale Achse.
Mit dem linken Arm bist Du auch draußen, aber dann zieht das Handgelenk alles herein. Das Fühlen, das liegt, alles ist da drin. Und das steckst Du in deine linke Taille und drückst und gibst dir dadurch Selbstgefühl. Und dass es sich die Denkebene handelt, das rechts und links ist es so oder ist es so, das drücken sogar die Füße aus, drehe sie nach rechts und links und schaue scharf in diese Richtungen. Und mit dem Gefühl machst Du eine Kreuzung von rechts und links und spitzt es bis in den Boden.
Und dann die rechte Hand, die Schraube, die linke Hand, die Faust. In der Orthomiefigur sind diese Bereiche schwarz gemalt, denn das Handgelenk zieht alles herein durch Drehung. Bei linke Hand zieht alles herein durch Ansaugen. Die Füße, das Gefühl, die rechte Hand, die linke Hand. Ich bin gescheit.
Ich kenne alles in meinem Garten. Ich bin verflucht gescheit. Einmal mit Musik. Übe diese Gescheitheit ruhig mehrmals, zu verstehen, was hier geschieht. Aber dann frage auch nach dem Unterschied, nach der anderen Quatsche.
Ich mache mich auf den Weg in die Welt der Gedanken. Ich schaue zu mir zurück und ich sehe, ich bin bereit für den nächsten Schritt. Zurückschauen. Hinausschauen. Was fühlst Du jetzt?
Wie nimmst Du dich wahr? Wie schaust Du hinaus? Atmen, kleiner Schritt, Ein letztes Mal. Was sagt dein Herz jetzt? Langsam lösen, atmen.
Entspannen und langsam zurück in zum Sitz. Nimm das mit, was Du getan hast, und spüren in dich hinein. Was tut das, was Du gerade getan hast? Und Marion, Du übernimmst, wann es dir richtig erscheint.

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Den vierten Ton der Tonleiter nennt man auch die Quarte. Die Seelengeste, die in Beziehung mit der Quarte steht, heisst «verflucht gescheit». Beim fünften Ton der Tonleiter, der Quinte, folgt dann die Seelengeste «Erkenntnis».

Bäschlin EuFig Seelengeste Gescheit

Einstimmung

Ich lade euch ein, alle mitzumachen. Als erstes sagen wir uns: Ich nehme mir Zeit, als wäre Zeit eine Substanz, um bei mir anzukommen. Ich lade sie ein in mein Inneres, benutze meine Sinne, um das Innere wahrzunehmen: meine Atembewegung, die Herzrhythmen, den Raum des Brustkorbs bis zu den Schulterblättern. Ich versuche so mit meinen Sinnen in mich hineinzuschauen, dass das Innere sich wahrgenommen fühlt, reagiert, sich ausdehnt, mich leicht macht und hebt. Diese Leichte und ihre Wärme lasse ich überfliessen und herabströmen bis tief in die Erde hinein. Und spüre, wie mich das aufrichtet und gross macht.

Wiederholung Do - Re - Mi

Wiederholen wir die Töne. Der erste war die Prim, der Grundton. Da bin ich ganz bei mir. Ich spüre mein Schlüsselbein wie das Dach und meinen Körper wie sein Haus. Do, Do.

Bei der Sekunde gehe ich vom Schlüsselbein hinaus in den Oberarm. Da entfaltet der Ton meinen hervorbringenden Willen. Do, Re. Und die Hände zeigen, wie viel Kraft ich im Oberarm habe. Do, Re.

Der dritte Ton strömt vom Schlüsselbein bis in den Unterarm und belebt dort mein Fühlen. Ich erlebe meinen seelischen Garten in all seiner Schönheit. Do-Mi.

Wenden wir den Unterarm in die fürsorgende Geste der Innigkeit, werden die Arme zu einer fürsorgenden Schale für das, was sich aus der Gedankenwelt in sie hereinsenkt. Und Hände und Finger runden sich zu vollkommener Hingabe. Do-Mi.

Die Quarte

Mit der Quarte komme ich zum Tor des Gartens.

Ich bin im Haus: Do. Ich trete hinaus: Re. Ich durchwandere den Garten: Mi. Ich komme ans Gartentor: Fa.

Wir erreichen mit der Quarte das Handgelenk. Und das Handgelenk richtet die Hand auf: Do-Fa.

Das Handgelenk bildet einen ersten Abschluss auf unserem Weg hinaus. Es stellt sich quer. Ich kann die Hand nach oben und unten klappen. Wenn ich die Hände langsam nach oben rotiere, ist das äusserlich ein Signal für Stopp. Doch innerlich schaue ich mit dem Handrücken noch einmal zurück. Do-Re-Mi-Fa.

Spüre den Unterschied, ob du die Handfläche aufstellst oder den Handrücken aufstellst, oder ob du vom Unterarm in das Handgelenk - in dieses Quergelenk - hineinschiebst. Mache es nicht so, dass du wie im Kampfsport Energie hindurchschickst, sondern so, dass du darin ankommst, sodass das Handgelenk sich weitet, und du darin Platz nimmst, um dich von dort her noch einmal anzuschauen.

Schlüsselbein (Do), Oberarm (Re), Unterarm (Mi), Handgelenk (Fa).

Was tut das in mir, wenn ich vom Handrücken zu mir zurückschaue? Versuche, dass du dich einerseits in deiner Begrenztheit - ein kleines Haus in einem grossen Garten - wahrnimmst, dass sich das andererseits aber sehr angenehm anfühlt. Also: Fühle dich gleichzeitig klein und zugleich wachsend, dich ausdehnend. Do - Re - Mi - Fa.

Bist du bereit, den Schritt zu machen? Nach draussen weiter zum nächsten Ton - oder willst du zu Hause bleiben? Was fühlst du? Do - Re - Mi - Fa.

Gescheit

Bei der Eurythmiefigur «verflucht gescheit» zeigt uns Steiner, was entsteht, wenn ich im Handgelenk verbleiben möchte. Dann verwende ich das Zurückschauen, um mich wahrzunehmen in dem, was ich habe. Ich bin zufrieden und sehr selbstbewusst: Ich bin ein Super-Baby!

Drehe dazu das rechte Handgelenk wie eine Schraube, führe es vor deine Brust und verstärke deine Zentrumsachse. Stemme die linke Hand als Faust in deine Taille und verstärke von dort her dein Selbstgefühl. Die rechte Hand wird spitz, die linke gewaltig - was in der Eurythmiefigur als schwarz angedeutet ist. Der Gedanke wird nicht dem Wachstum und dem Weiterschreiten ins Transzendente gewidmet, sondern dient der Selbstbestätigung, dem Ego: Ich bin verflucht gescheit.

Durch diese Betonung der Links-rechts-Fläche wird die Denkebene aktiviert: Drehe die Füsse so, dass sie in dieses Links-rechts schauen, und mache mit dem Gefühl eine starke Kreuzung von links und rechts, die sich in den Boden spitzt. Und dann geh in die Handgelenke: Ich bin verdammt gescheit!

Do-Re-Mi-Fa: Ich habe mein Ziel, das Gartentor, erreicht: Ich bin gescheit! 

Übe das «Gescheit-Sein» ruhig mehrere Male, um dann den Unterschied zu spüren.

Die andere Quarte

Es geht auch anders: Ich mache mich auf den Weg in die Welt der Gedanken. Ich habe das Tor erreicht und sehe: Ich bin bereit, es zu durchschreiten.

Do - Re - Mi - Fa

Abschluss

Setze dich langsam hin und lausche dem Nachklang.


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